Bordrezepte-Segeln "Frühstück" 

  

     

   

 

Frühstück gehört bei uns an Bord zu einem der wichtigsten Rituale. 

Wer zuerst aus der Koje krabbelt, stellt Kaffee- oder Teewasser auf,

natürlich nur Wasser aus den gekauften Wasserflaschen oder Kanistern.

Das Wasser, aus den Bord-Tanks, wird nur in äußersten Notfällen

verwendet und nur dann, wenn es vorher gut abgekocht wurde.

Man weiß ja nie, wie lange es sich schon in den Tanks befindet oder

aus welchen Quellen es gezapft wurde.

Je nach Wetterlage, findet das Frühstück oben in der Plicht oder unten

im Salon statt. Alles, was die Küche und Kühlschrank so bietet,

kommt auf den Tisch. Frisch gebackenes Brot,Brötchen oder Kuchen,

Butter, Käse, Wurst, mitgebrachte Marmelade von Mama, Honig,

Cornflakes, Joghurt, Obst, Gemüse.

Es gibt Tage mit Schinkenrühreiern, Speck mit Spiegelei oder Pfannkuchen,

mit all den anderen Leckereien.

Fast kein Frühstückswunsch bleibt unerfüllt.

Es kam auch schon vor, dass das restliche Essen vom Vorabend auf dem

Tisch stand. Jedem, wie es schmeckt und der Magen es verträgt.

Die Getränkeauswahl wird ergänzt durch frische Milch, verschiedene Säfte,

teilweise frisch gepresst. Manchmal fließt sogar Prickel-Wasser (Sekt) durch

unsere Kehlen.

Wenn der Törn-Plan und die Zeit es erlauben, wird in einer Bucht oder im

Hafen gefrühstückt. Wenn nicht, dann unter Motor während der Fahrt, wenn

das Wetter es zulässt. Da kommt dann Oskar, der Autopilot zum Einsatz.

Der sorgt für ein gemütliches Crew-Frühstück, aber jeder immer mit einem

Auge auf dem Fahrwasser und das Umfeld.

Und manchmal meint es der Meeresgott Neptun, Poseidon, oder wie er im

jeweiligen Segelgebiet heißt, nicht gut mit uns, dann leben wir von der Hand

in den Mund. Einer oder Zwei, nicht Seekrank-Gefährdete, bereiten in der

Kombüse alles vor und reichen nach und nach belegte Brote mit Wurst,

Käse oder Marmelade nach oben. Die Tassen werden nur halb gefüllt und

nach Geschmack, mit oder ohne Zucker, Milch, gereicht.

Am schlimmsten ist es, wenn das ganze Frühstück flach fällt, aber sogar für

so eine Notsituation ist gesorgt. Wer will und kann, dem werden Plätzchen

und Schokoladenriegel in die Hand gedrückt. Es schmeckt alles, wenn

man Hunger hat.

Ich wünsche allen Segel- und Motorboot-Begeisterten, dass immer ein tolles

Frühstück, in einer traumhaften Bucht, den Segel-Tag gut werden lässt.

Text und Bilder: Marie

 

In den meisten europäischen Regionen waren je zwei Mahlzeiten an

der Tagesordnung:

eine am Morgen und eine am späteren Abend. Die genauen Zeiten variierten

nach Ära und Region.

In Spanien und Teilen Italiens wie Genua und Venedig bildete das Frühstück

die Nebenmahlzeit, während das Abendbrot als Hauptgericht galt.

Im nördlichen Europa galt das Morgenmahl als Hauptgericht.

Die Zahl der Mahlzeiten variierte pro Tag nach Region, Stand und

wirtschaftlicher Lage.

In der ländlichen und städtischen Oberschicht waren bis zu vier Mahlzeiten

am Tag üblich. Das Frühstück bestand aus einem Becher Wein;

das Frühmahl gegen 9 Uhr aus mehreren Gängen und zur Vesper wurde

wiederum Wein mit Brot gereicht.

Das Abendessen bildete mit mehreren Gängen die Hauptmahlzeit und

wurde zwischen 3 und 6 Uhr nachmittags serviert.

Dabei wurde die Vielfalt der Gerichte nicht nacheinander, sondern

gleichzeitig aufgetischt. Süßspeisen beendeten die Mahlzeit.

Die Morgen- und Mittagsmahlzeit der ländlichen Bevölkerung bestand

aus einem ständig über dem Herd köchelnden Getreidebrei, der aus dem

warmen Kessel gelöffelt wurde.

Abends gab es Suppe sowie Brot. Honig bildete einen begehrten

Speisezusatz zum Süßen.

Als das Frühstück in Mode kam, bestand es normalerweise aus Kaffee,

Tee oder Schokolade, galt aber bis im 19. Jahrhundert in vielen Teilen

Europas eher als Nebensache.

Im Süden, wo das Abendessen die Hauptmahlzeit bildete, blieb das

Frühstück ohne Bedeutung, wie es die traditionell leichten Morgenmahlzeiten

Südeuropas noch heute zeigen, die normalerweise aus Kaffee oder Tee mit

Brot oder Gebäck bestehen.

Zweifellos haben die werktätigen Schichten seit dem Mittelalter ein

Morgenmahl genossen, unklar bleibt mangels Belegen aber der Zeitpunkt

und seine Zusammensetzung.

Das Drei-Mahlzeiten-Modell wurde erst in der Moderne zu einem allgemein

gültigen Standard.

Von Wikipedia erfährt man so manches.